Das Jahr neigt sich dem Ende zu

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Livio und Saltarin (Mitte Bild) und der erste Schnee (Foto Lukas Graf)

Die Herde, in der unsere Patentiere leben, verbrachte im Herbst einige Wochen „auf der Alp“. Zurück auf dem Hof blieben die beiden Hengste, aber auch Saltarin und Livio, deren Beinen und Hufen wir die rauen Bergweiden nicht mehr zumuten wollten.

Solana und ihr Fohlen Jamil waren ursprünglich auch für den Ausflug in die grosse Freiheit eingeplant. Solana stieg zwar problemlos in den Hänger ein, doch an Fahren war nicht zu denken. Zu stark wirkte ihre Vorgeschichte noch auf sie ein. Also blieben die beiden ebenfalls zu Hause, zusammen mit Jamil´s Adoptiv-Onkeln Elvis und Jimmy. Letztere sind die beiden jungen Schecken, die von Anfang an für Jamil wichtige Bezugspferde und Spielgefährten waren.

Die kleine Gruppe der zu Hause gebliebenen Pferde organisierte sich in der neuen Situation und es entstanden ganz neue Beziehungen, die sich bis heute – die Herde ist längst wieder zurück – noch auswirken.

So haben sich Livio und Saltarin aneinander gebunden, und werden neu zusammen abgetrennt beim Füttern, ohne dass sie einander Futter wegnehmen. Obwohl „seine“ Stute Soriña wieder verfügbar ist, klebt Saltarin jetzt etwas weniger an ihr und lässt ihr mehr Raum. Ausserdem hat er begonnen, mit Jamil zu spielen. Anfangs musste Nadja aufpassen, dass er dabei die Grenzen einhält und nicht zu grob ist oder Jamil ganz für sich behalten will. Inzwischen ist die Spiel-Kameradschaft zwischen den beiden etabliert und einfach nur schön anzusehen.

Livio hatte im Herbst seine alljährlich wiederkehrende Hufkrise mit reheähnlichen Zuständen. Dank täglicher Hufverbände und homöopathischer Unterstützung hat er sich davon wieder vollständig erholt. Trotz der Schmerzen ging er während der ganzen Zeit weiterhin wacker auf die Weide, und er liess sich davon auch nicht den Appetit verderben.

Solana geht es hervorragend, und sie ist auch sehr gut im Gewicht. Die wenigen Anfälle, die sie während der Schwangerschaft hatte, waren viel weniger heftig als zuvor. Seit der Geburt von Jamil hatte sie keine Anfälle mehr. Sie ist ihm eine fürsorgliche Mutter, auch jetzt noch, wo er seinem Baby-Fell entwachsen ist. Solana hat eine Eigenart: sie öffnet und schliesst gern die  Schiebetüren zu den Offenställen. Kürzlich hat sie doch tatsächlich Jamil in der Boxe eingesperrt, wo die Senioren zum Füttern separiert werden, und sich dann davon gemacht. Zum Glück hat Nadja ihn rufen gehört, so dass er schnell wieder befreit wurde.

Saltarin legt sich nicht mehr so oft hin, was bei älteren Pferden mit schwachen Beinen normal ist. Um so mehr freut es uns, wenn er es doch wieder einmal tut. Hier hat ihn die Fotografin gerade noch beim Aufstehen erwischt.

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Livio und Saltarin genissen die Herbstsonne inmitten ihrer Herde (Foto Christa Schönmann)

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Solana wacht über ihren schlafenden Sohn (Foto Christa Schönmann)

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Livio im September (Foto Lukas Graf)

Fotos Lukas Graf, Petra Stettler und Christa Schönmann

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